17.3.2025 by Anke B
Im Panda Garden sahen wir alle vier Tiere. Jiao Quing und eins der Kinder schliefen, Meng Meng und das andere Zwillingsmädchen waren wach und boten uns eine nette kleine Vorstellung. Erst sahen wir die beiden im Durchgang zu den hinteren Gemächern, wo Meng Meng ihrer Tochter einer gründlichen Inspektion und Reinigung unterzog.
Die Kleine schaffte es dann, ihrer Mutter zu entwischen, lief in den vorderen einsehbaren Salon und sah einfach nur „voll“ niedlich aus. Die Mutter lief sofort hinterher, schnappte sich ziemlich rabiat ihr Kind und zerrte es zurück, um die unterbrochene Körperpflege fortzusetzen. Sofort war jeder freie Raum vor den Scheiben besetzt und kein Durchkommen mehr möglich, geschweige denn freie Sicht.
Auf dem Weg zum „Haus des Jägers fielen uns die vielen Kormoran Nester in den noch kahlen Bäumen auf. Vor einem dunklen Himmel wirkten sie unheimlich.
Die drei Löwen thronten wie gewohnt auf ihrem Felsenbrücke und schauten minutenlang gebannt in eine Richtung. Dort kam gerade eine Pflegerin mit einer Karre voll Futter aus dem mit Holz verkleideten Bereich der Pfleger neben dem Außengehege der Sandkatzen. Es gab augenscheinlich weiße Kaninchen am Stück und ich habe lieber nicht so genau hingesehen… Als sie damit im Raubtierhaus verschwand, wirkten die Löwen tatsächlich richtig enttäuscht.
Wir folgten ihr. Drinnen sahen wir den gut getarnten, schlafenden Margay, hin und her laufende Mungos, schlafende Sandkatzen, die persische Leopardin Shiva und eine der Tiger Schwestern die an den entsprechenden Scheiben nach Pflegern mit ihrem Mittagessen Ausschau hielten, Sie mussten nicht lange warten.
Shiva
Sandkatzen
Es gab die erwähnten weißen Kaninchen für die Großkatzen und weiße Mäuse für die Zwergmangusten, die zunächst einen netten Kuschelhaufen bildeten und dann begannen, sich zu zanken und zu jagen.
Zwergmangusten
Wir verließen das Haus – und standen der großen Baustelle für das neue Großkatzen Habitat gegenüber. Teile des Hirschreviers, darunter das Gehege für die Weißwedelhirsche (Bambi!), und die Anlage für die Marabus und Kronenkraniche mussten dafür weichen.
Die Anlage der Böhm Steppen Zebras und Elen Antilopen ist aktuell leer, daneben wurde das Erdreich aufgegraben, Die Becken der Seebären und für die Seelöwen Mütter mit Kind sind schon länger unbesetzt, die Zwergotter, die neuen Sand bekommen haben, waren nicht zu sehen. Zur Zeit ist das eine traurige Ecke! Die Anlage der Grevy Zebras ist ebenfalls nicht besetzt, da die Reetdächer des Hauses erneuert werden. Wir fanden die verbliebenen drei Tiere auf der Anlage der Oryx Atilopen, während diese nicht zu sehen waren.
zebras, antilopen seelöwen
Im Pinguinhaus suchten und fanden wir etwas Trost. Ich mag Pinguine. Wenn die großen Königspinguine am Rand des Wasserbeckens zusammen stehen, um dann doch nicht ins Wasser zu gehen, sehen sie immer aus, als warteten sie auf den Bus und ihr Watschelgang an Land ist in meinen Augen hinreißend. Leider hat einer der Vögel stark gehumpelt.
Königspinguine
Die kleinen Felsenpinguine waren wesentlich munterer und flitzen entweder wie kleine Torpedos durchs Wasser oder hüpften drollig über die Felsen am Rand. Ich hockte mich eine Weile hin und genoss ihren Anblick unter Wasser.
Wieder draußen sahen wir den Schluss des Seelöwen Trainings von Tierpfleger Herrn Schmohl mit Enzos Sohn Gorbi. Seine Sprünge und Salti haben uns und alle umstehenden Besucher begeistert! Leider war ich für vernünftige Fotos zu langsam.
An den Brillenpinguinen vorbei, wo es um einige übriggebliebene Fische einen „Battle“ unter drei Fischreihern gab, was die Pinguine so gar nicht interessierte, den Gaurs, die eine ruhige Kugel schoben, badenden Krähen, der mäßig besuchten Waldschänke und dem großen Spielplatz, der für viele Kinder im Zoo DAS Highlight im Zoo ist, gingen wir zu den Braunbärenbrüdern aus Orsa, die diesmal nicht für Aktivitäten zu haben waren und einfach nur herumlagen und gut, groß und stark aussahen.
Die übrigen Bärenanlagen waren alle verwaist (?), aber speziell die unbesetzte Eisbären Anlage schmerzt sehr und anhaltend und die Hoffnung, dass dort wieder Leben einzieht, schwindet.
Leere Eisbärenanlage – sehr traurig!
Knut – det letzte Eisbär im Zoo
Im Vogelhaus gingen wir noch kurz durch die Australien und Südamerika Abteilung und besuchten u.a. die Wellensittiche, die richtige Gute-Laune Vögel sind, das Erz Lori Paar, Kessie, die Orangehaubenkakadu Dame mit dem von ihrem Ex ramponierten Schnabel, einen der Keas, die Schwarz-Weiß-Häherlinge, verschiedene Amazonen, das Soldaten Ara Pärchen, die Banks Raben Kakadus Krümel und Felix und die Hyazinth Aras, die leider kein Paar, sondern Schwestern sind. Durch die engmaschigen Gitter der Volieren gelingen mir leider keine halbwegs annehmbaren Bilder mit dem Smartphone.
Hyazinth Aras
Kormorannester
Der Streichelzoo ist aktuell immer noch geschlossen, obwohl die Maul- und Klauenseuche vorbei ist. Schade, denn gerade jetzt werden die kleinen Zicklein und Lämmer geboren. Aber so haben die Mütter mit ihren Kleinen wenigstens in der ersten Zeit ihre Ruhe. Aber vielleicht ist es ihnen nach mehreren Wochen aber auch stinklangweilig? Wir sahen als wir weitergingen noch die Hinterwälder Rinder mit Stier Anton, den erwachsenen Kühen, den älteren Kindern und zwei hübschen neuen Kälbchen.
Leere Streichezoo
Einen letzten Besuch machten wir im Flusspferdhaus, der „Hippo Bay“, wo wir den neuen großen und (laut)starken Bullen bewundern konnten, während die Damen sich offenbar versteckten, da sie nicht zu sehen waren, obwohl sie sich lt. eines jungen Pflegers alle im Wasserbecken befanden.
Zwergflusspferd Toni ist schon ganz schön gewachsen und immer noch sehr niedlich. Sie befand sich mit ihrer Mutter Debbi diesmal im Becken auf der linken Seite, in dem normalerweise ihr Vater untergebracht ist, den wir allerdings schon länger nicht gesehen haben… Ist er noch im Zoo, gibt es ihn überhaupt noch? Fragen, auf die es diesmal keine Antwort gab, weil ich vergessen hatte, den jungen Pfleger nach ihm zu fragen.
Toni zeigte jedenfalls dasselbe Verhalten wie vorher ihr Vater in diesem Gehege: sie tauchte an der die Gehege trennenden Glasscheibe immer wieder mit dem Kopf aus dem Wasser, schaute mit großen Augen nach draußen, ließ sich dann wieder nach unten sinken und stieß sich mit den stämmigen Beinchen erneut vom Boden nach oben ab. Debbi schwamm derweil durch den hinteren Teil des Beckens und ließ die Tochter machen.
Irgendwie waren wir nun erschöpft, auch emotional, und es zog uns nach Hause. Die Panzernashörner besuchen wir das nächste Mal. Mit gemischten Gefühlen verließen wir den Zoo. Das Wetter war schön: kühl aber zeitweise sonnig; wir haben einige Tiere gesehen, die wir sehr mögen, haben aber auch viele schmerzlich vermisst und an die gedacht, die nun sehr fehlen.
Viktor, Mano und Max, schlaft und träumt schön Ihr Lieben. Ihr habt uns viel Freude bereitet. Dankeschön! Ich werde Euch nicht vergessen!





















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