Momentaufnahmen aus dem Zoo Berlin vom 13.11.2022 – Teil 2

1.11.2022 von Anke B

Draußen schien die Sonne und es war deutlich wärmer geworden. Wir trafen einen uns bekannten langjährigen Stammbesucher, der uns erzählte, dass es ein kleines Schmalstreifenmungo Kind gibt, das im Oktober geboren wurde. Die Fotos, die er gemacht hatte, waren superniedlich.

Das wollten wir auch sehen und so gingen wir, nach einer Umrundung der Großkatzenaußenanlagen und einem Stopp bei den schönen jungen Löwen, die sich zankten und mit den Tatzen hauten, gemeinsam ins „Haus des Jägers“.

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Dort hatte gerade die Fütterung stattgefunden und so sah ich das erste Mal ganz kurz den jungen persischen Leoparden Emil in seinem Innenbereich, der ein dickes Fleischstück mit dem Maul aufnahm und nach draußen schleppte.

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Auch die anderen Großkatzen waren inzwischen herein gekommen, um zu fressen. Aber der kleine Mungo lockte und wir gingen direkt durch zu den Schmalstreifenmungos. Wir hatten Glück, das Kleine noch einen Moment wach zu sehen. Es hatte laut unseres Bekannten vorher wild gespielt und getobt, so dass es jetzt müde war und kurz danach in sich zusammensackte und einschlief.

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Wir konnten uns nun den anderen Tieren widmen und sahen, dass die schöne Jaguar Dame Aloha sich mit etwas an einem Seil Aufgehängten beschäftigte, das aussah wie ein schöner lockiger und langer Schweif eines Huftieres – noch mit einem Stück „Popo“ dran. Ich wollte lieber nicht wissen, von welchem Tier dieses „Spielzeug“ stammte und ging schnell weiter.

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Wieder draußen, gingen wir an den Marabus und Zebras vorbei zu den Robben. Einige junge Seelöwen tummelten sich im ehemaligen Becken der Seebären und hatten viele Schaulustige angelockt. Sie warten dort wohl auf ihren Umzug in ein neues Zuhause.

Wir gingen dann zu den erwachsenen Tieren. Seelöwenmann Enzo und sein Harem durchpflügten ohne Unterlass, hin und her das Becken und zwei/drei Damen unterbrachen immer wieder ihre Bahnen mit übermütigen Sprüngen. Das wirkte munter und lebenslustig.

An der Kondoren Voliere fütterten wir die Spatzen, die das offensichtlich zu schätzen wussten, mit etwas Wildvogelfutter. Sie kamen jedenfalls zahlreich.

Das Training der Seelöwen durch Herrn Zamel stand an und wir stellten uns an einen guten Platz an der Scheibe. Er hatte derweil bis auf eine Seelöwin alle anderen Tiere nach drinnen gebracht und begann mit ihr, die sehr motiviert wirkte, ein Einzeltraining.

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Mit Handzeichen, einer Pfeife und vielen Fischen als Belohnung brachte er sie dazu zu springen, Salti zu machen, in die eine Richtung, dann in die andere zu schwimmen, ihm „Küsschen“ oder die Hand bzw. Flosse zu geben, die Zähne herzuzeigen, ein Frisbee zu holen, sich neben ihn auf die kleine Steininsel zu setzen und ihn zu umarmen.

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Auch wenn man das schon öfter gesehen hat, ist es immer wieder schön und anrührend, zu beobachten, wie liebevoll Herr Zamel mit den Robben umgeht und welche innige Bindung zwischen ihm und den Tieren besteht. Alle Zuschauer waren begeistert und es gab immer wieder Szenenapplaus.

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Eine zweite Kandidatin zeigte ebenfalls, was sie kann. Vielleicht war sie neu im Training, oder sie hatte einen schlechten Tag – es gab ein paar Missverständnisse. Aber auch wenn einige Übungen noch nicht recht klappten, Herr Zamel blieb geduldig und humorvoll und beendete die einzelnen Übungen immer mit einem positiven Ergebnis. Unser Highlight des Tages.

Langsam wurde uns kalt und wir machten uns auf den Weg zum Ausgang. Natürlich streichelte ich auf dem Weg noch das golden glänzende linke Ohr von Knuts Bronzeplastik, machte einen Abstecher in die Fasanerie, wo ich die beiden hübschen Trompetervögel, Neuzugänge aus dem Tierpark, besuchte und ging durch die Asien- und Australien Abteilung des Vogelhauses, wo ich ebenfalls meine Favoriten habe. Die Maske verkürzte auch hier meine Aufenthaltsdauer…

Im Streichelzoo streichelte ich noch die Shetlandponys, die Ziegen, Schafe und streng riechenden Böcke, die sich das gefallen ließen und besuchte Zwergesel Benny, der rechts neben den Hinterwälder Rindern stand, mir lauthals sein Leid klagte und mich damit gemeinerweise zum Lachen brachte. Natürlich hatte ich auch ein paar tröstende Worte für ihn. Er sah so klein und einsam aus…

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Danach gingen wir ohne weitere Verzögerung an der großen Baustelle für die neue Nashorn Anlage vorbei zum Ausgang.

Das war ein schöner Zoobesuch mit vielen liebenswerten Tieren an einem wunderbaren Herbsttag, der alles an Farben zeigte, was man sich wünscht.

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