Muschi and Mäuschen – Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

26.02.2009 by Dorothee Teves, Sent by UliS

Alles für die Katz

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Schnurrend rollt sich die kleine Katze zwischen zwei riesigen Tatzen zusammen.Sie springt und tobt um sie herum – und den Besuchern des Berliner Zoos stockt der Atem. Denn das Tier, mit dem die Katze spielt, ist ein ausgewachsener Kragenbär. 5oo Kilo schwer und ausgestattet mit Pranken, die mit einem einzigen Hieb töten können. Doch Muschi hat keine Angst. Die Bärin ist ihre beste Freundin. Und für diese Freundschaft hat sie mit aller Macht gekämpft …

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„Ich hatte alles durchdacht“, sagte Zoo-Vorstand Heiner Klös: Er will ein Gemeinschaftsgehege für Wölfe und Bären bauen. Und ja – der Mann hat wirklich an alles gedacht. Nur nicht an Muschi: „Die kleine Streunerin ist vor drei Jahren aufgetaucht“, sagt Klös. „Und es war ganz eigenartig: Sie suchte sich ausgerechnet den Bärenfelsen aus – und Mäuschen, die Kragenbärin.“ Fortan schleppt die Katze ihre mühsam ihre mühsam gefangene Beute zu ihrer neuen Freundin. Mäuschen beschützt sie gegen Übergriffe der anderen Bären, leckt ihr Fell sauber, wenn sie wieder in einen Regenguss kommt, und es gibt nichts auf der Welt, was die beiden trennen kann. Bis zu jenem Tag, an dem Mäuschen wegen der Bauarbeiten in einen Innenkäfig zieht.

„Eigentlich dachten wir, Muschi würde nun weiterziehen“. sagte Heiner Klös. Doch bereits am ersten Tag irrt die Katze verzweifelt durch den Zoo. „Sie suchte jedes Gehege ab“. sagt Klös. „Sie schrie und maunzte und wollte nicht aufgeben.“ Fünf Wochen lang sucht Muschi nach ihrer Freundin – dann trifft der Mann eine Entscheidung: Er lässt die Tür zu Mäuschens Käfig öffnen – und so, als seien sie nie getrennt gewesen, stürmt die Katze auf die Bärin zu, wirft sich in ihre Tatzen und zum ersten Mal nach langer Zeit schläft sie, ganz dicht an Mäuschen gekuschelt, die ganze Nacht durch.

Seitdem stört keine Katze mehr die Bauarbeiten – und das passt besonders gut, denn die Männer haben nun einen zusätzlichen Auftrag: „Muschi und Mäuschen bekommen ein Gehege für sich alleine“. sagt Heiner Klös. „In das Gemeinschaftsgehege mit den Wölfen kann die Katze ja nicht ziehen.“ Bis es soweit ist, bewohnen die beiden den Innenkäfig, und ein Schild erklärt Besuchern, dass Mäuschen und Muschi einander stets mit „Vorsicht und Rücksichtnahme“ begegnen. Ein Satz, der eigentlich nicht erwähnenswert ist. Zumindest nicht unter wahren Freunden …

von Dorothee Teves

Everything for the cat – The story of an unusual friendship

Purring the little cat is curling up between two huge paws. She jumps and romps around – and the visitors of the Berlin Zoo hold their breath. Because the animal, with whom the cat plays, is an adult moon bear. 500 kg of weight armed with paws which could kill with one stroke. But Muschi is not scared. The bearess is her very best friend. And for this friendship she has fought with all her power…..

“I considered everything” Heiner Klös from the zoo board of management said: he wants to build a collective enclosure for wolfs and bears. And really – the man thought about everything. Only not about Muschi:” the little strayer showed up in the year 2000” Klös says. „ And it was rather strange: she of all things choose the bears rock – together with Mäuschen, the moon bear.” From this time on the cat is bringing her catch which was achieved with much effort, to her new friend. Mäuschen protects her from the other bears, is cleaning her fur by licking when she was in the rain, and there is nothing in this world which can apart them. Until the very day when Mäuschen had to move in an inside enclosure, because of construction work.

“We actually thought Muschi would move on now” Heiner Klös tells. But already on the first day the cat strayed desperately around the zoo. “She was looking in every enclosure” Klös says. “She was screaming and mewled and just didn´t give up”. For five weeks Muschi was looking for her friend – than the man made a decision: he let the door to Mäuschens enclosure open – and so as they never had been departed the cat is rushing to the bearess throwing herself between her paws and for the first time since long she is sleeping cuddling very tight on Mäuschen, through the whole night.

Since than no cat is disturbing the construction works – and that fits very well, because the men got an additional job to do: ”Muschi and Mäuschen get an enclosure all for themselves” Heiner Klös says “in the community enclosure together with the wolves the cat cannot move” Until this happens both will live in the inside enclosure and a sign explains to the visitors that Mäuschen and Muschi always meet each other with “attention and cautiousness“ a sentence which is actually not worth to mention. Not at all among real friends…..

Dorothee Teves

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